Samstag, 15. August 2009

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I say that to the players. When you are hungry, it is only your stomach that is telling you it is hungry, it is just a part of your body. When you are hungry for success, it is the whole person, the whole life that wants that success. It is not just one part of your body that wants to win on Saturday afternoon, there is something in the structure of your personality that says this is vital to me and it is worth organising my life around this desire. That is the core of your life. I do a lot of things I do not like to do. I would prefer to be able to go out and enjoy my life, but I think that tomorrow I will be mentally dead, I will forget something or I will not be competitive.

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Tarantino ist eben näher an der Obszönität der NS-Historie. Die angepasste Form eines Films wie "Der Untergang" verrät die Wirklichkeit ungleich mehr als ein vulgärer Cartoon wie "Inglourious Basterds".

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Cem ist derjenige, der den Leuten sagt, wo es langgeht. "Cem" bedeutet auf Türkisch "der Herrscher". Durchsetzungsfähig, zielstrebig, menschlich. Mindestens 100 Euro die Stunde.

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Um die Keuschheit der Frauen zu schützen, bewachte man streng die Trennung der Räume, die von Männern und Frauen bewohnt wurden. Heute noch stellt ein Mann seine Frau als «meine innere Person» vor und umgekehrt die Frau ihren Mann als «meine äussere Person», da Frauen den inneren Teil des Hauses bewohnten. Bereits ab sieben Jahren durften Knaben und Mädchen, die nicht verwandt waren, nicht zusammen sein. Diese Segregation wurde umso strenger gehandhabt, je höher die soziale Klasse war. Frauen mussten sich beim Verlassen des Hauses verschleiern. Noch Ende des 19. Jahrhunderts war es Sitte, dass eine Stunde nach Sonnenuntergang beim Ertönen eines Gongs alle Männer für eine Stunde die Strassen verlassen mussten, damit die Frauen frei von männlichen Blicken ihre Erledigungen machen konnten. (NEIN, es geht nicht um ein islamisches Land. Gegenstand des Artikels ist Korea.)

Donnerstag, 6. August 2009

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Finally to the most vexed question of all. Exercise. When you are still smoking, this doesn’t really come up. A nice long walk? I’d rather have a cigarette. A visit to the gym? Some other time. What about a nice game of tennis? Are you by any chance joking? I have half a pack to get through. The only thing that could conceivably interest me would be a late-night snack, perhaps avec cocktails and wine, so as to give me a reason to open a fresh carton. And then, let conversation begin! Now that this is all in my past, what about something to fill the void?

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alex ferguson, interview im new statesman

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prantl über buback, sz, april 2007.

Sonntag, 2. August 2009

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Weil mir das offenbar liegt und auch Spaß macht. Also eine Sache völlig der Beurteilung entziehen und so der wahren Aktion Platz machen. Grandios!

Samstag, 11. Juli 2009

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wer die behauptung bestreitet, dass das bildblog jemals mehr als das private hassprojekt in den kämpfen und methoden der frühen 70er jahre des letzten jahrhunderts verharrender strammer linker war, der muss auch die frage beantworten, wieso es zu diesem interview mit dem iranischen botschafter in deutschland keinen ton gibt. wie oft sind eigentlich in den qualitätszeitungen in den letzten wochen derartige interviews erschienen, die dem vertreter eines autoritären regimes gnadenlos gelegenheit zur totalen entlarvung geben, immer wieder nachhaken und praktisch jede antwort des propagandisten mit allerlei sachlichen informationen kommentieren? anders gewendet: wäre genau diese art interview nicht eigentlich die klassische domäne der "linken" presse, vorausgesetzt, sie näme die in deutschen zusammenhängen gerne vorgebrachten prämissen wirklich ernst und wäre sich für derartige journalistische arbeit nicht zu fein?

zugegeben, was ist schon ein derartiges interview im vergleich zu gnadenlosen "entlarvungen" wie dieser hier.

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wer dereinst auskunft über das deutschland unserer tag verlangt, den wird man einfach auf diesen artikel verweisen können, der mit größtmöglicher empathie gerade für die gegner der technologie operiert, nicht zuletzt begründet durch die biographische tatsache, dass die verfasserin deren position früher geteilt hat. heute kommt sie vor allem aus sachlichen erwägungen zu anderen schlüssen, in abgrenzung von angeblich "linken" parteien, die mal wieder "am deutschen wesen" die rettung der welt betreiben, in völliger blindheit gegenüber den europäischen und globalen entwicklungen auf diesem feld. wieso sie die pointe verschweigt, dass ausgerechnet eine "ökologische" partei die sabotage einer technologie betreibt, die in sachen co2-ausstoß jede andere form der energiegewinnung um 90 % unterschreitet, wird ihr geheimnis bleiben.

einer der ersten kommentatoren jedenfalls "weiß", dass es sich hierbei nur um einen "rwe-artikel" handeln kann.

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charlotte gainsbourg on antichrist

Freitag, 10. Juli 2009

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im wissen
dass sie gestört ist
bin auch ich
in love

Donnerstag, 9. Juli 2009

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der überläufer stiller

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http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=41213219&aref=image035/E0530/PPM-SP197602600240027.pdf&thumb=false

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es gibt ein codewort zum öffnen von tresoren: liebe.

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ddr romeos aus sicht des verfassungsschutz (12/1979)

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hmb: zu hitler fällt mir was ein

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ich mag nichts wissen von dir
du bist mir egal
du riechst nicht gut
dich gibt's zu oft

Mittwoch, 8. Juli 2009

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"Es scheint dringend angezeigt, von dem Konzept Jugendkultur mit allen angegliederten Unter-Ideen wie Pop, Underground, Dissidenz durch symbolische Dissidenz, Tribalismus, Revolte, Abgrenzung etc. zunächst mal Abschied zu nehmen."

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Den Sozialismus hat es nie gegeben. Das war eine Idee im Hinterkopf von Intellektuellen. Als Realität war es die Kolonisierung der eigenen Bevölkerung.

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Auf der Intensivstation, als ich noch künstlich ernährt wurde, dachte ich oft an eine Stelle bei Ernst Jünger. Da heißt es ungefähr: In einer Situation wie der Somme-Schlacht war der Angriff so etwas wie eine Erholung, ein geselliger Akt. Auch die Intensivstation ist Materialschlacht. Man hat das Bedürfnis, aus der Abhängigkeit von Apparaten herauszukommen, einen Drang nach blinder Aktion.

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Wir möchten nicht Meinungsjournalismus in dem Sinne treiben, daß am Ende eines Beitrags, einer Reportage oder eines Essays, dem Leser erklärt wird, was er jetzt über diese Sache zu denken habe. Diese Art von Pädagogik grassiert im deutschen Journalismus förmlich. Die Einteilung der Welt in goodies und baddies ist eine sonderbare und manchmal etwas dümmliche Leidenschaft. Sie führt zwangsläufig zur Unterschätzung des Lesers. Im Fernsehen ist diese Enteignung vom eigenen Urteil am prägnantesten. Man wird immer von irgendwelchen Moderatoren, Kommentatoren und Seelsorgern bei der Hand genommen. Mich erbittert das. Zumindest wir, also die Leute, die diese Zeitschrift machen, haben das satt.

Der deutsche Journalismus neigt, wie gesagt, zur Emehurigsdiktatur. Diese Erziehungsdiktatur ist mir absolut verhaßt. Wir brauchen diesen Fernsehonkel nicht, der uns sagt, was wir zu denken haben. Ich glaube, daß es eine kritische Zahl von Leuten gibt, denen das nicht länger zugemutet werden kann. Den ewig hilfebedürftigen Leser, diesen kulturellen Sozialfall, halte ich für ein Phantom, das hauptsächlich in Funkhäusern und Konzernetagen herumgeistert. Ich glaube, daß diese ganze Rhetorik nach unten, diese ganze Rhetorik über das blöde Publikum, die bei Programmdirektoren, bei Marketingleuten verbreitet ist, einfach nicht stimmt. Etwas wirklich Begründetes wird sich darüber erst sagen lassen, wenn man es einmal umgekehrt versucht.

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Das satirische Talent stellt sich hier ganz in den Dienst der Sache, und die ist ernst. Sie heißt Anprangerung von Verrat: Verrat an Ideen, Verrat an dem, was Fischer einmal heilig war und richtig schien, so wahr wie einst bei Commandante Ché Guevara. Der ordentliche deutsche Linke bleibt auf seinem Standpunkt, bis das "Essen auf Rädern" kommt.

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Loke Mernizka weiß, daß er auf einem langen Marsch ist. Er wird, sagt er, den Sieg des Sozialismus nicht mehr erleben. Ein Arzt im Sanatorium zu Riga hat so mit einer Altersprognose für Loke Mernizka unabsichtlich eine defätistische Rechnung gelegt: Der westdeutsche Genosse könne gut und gern 100 Jahre alt werden..

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Jetzt allerdings wird es nicht mehr lange dauern, bis er bei einem solchen völlig unverbindlichen Besuch zufällig ein Mädchen entdeckt, in das er sich ganz gegen seine sonstige Art verliebt, obwohl ihm sein Verstand sagt, daß er verheiratet und sie eine Nutte ist. Er setzt sich zu ihr, und das Gespräch kommt bald irgendwie auf die Frage, warum sie denn überhaupt so etwas mache und ob er sie nicht hier herausholen könne. Bevor er sie endlich bittet, ihn zu lieben, wird er nicht versäumt haben, sich zu erkundigen, was sie für sein mühsam erspartes Geld zu bieten bereit ist (Französisch total, Analverkehr?).

Dienstag, 7. Juli 2009

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aids-alarmismus im jahre 1987

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die könige von st. pauli

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"Sich eine Pistole kaufen, nach Kempten fahren, dort in der Bahnhofstraße Nummer 3, zweite Etage, klingeln, eine Frau erschießen und wieder nach Hause fahren. Da kann die Polizei lange suchen."

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Als er Günter Graß im Fernsehen beobachtet, fällt ihm ein sonderbar gehässiger Vergleich ein: "So ein bißchen wie Hitler im Bunker der Reichskanzlei sieht er jetzt aus." Aber Kempowski ist nicht undankbar, er weiß, was er seinem Graß verdankt. Als er einmal nach Bonn eingeladen war, um vor der Friedrich-Naumann-Stiftung zu sprechen, befielen ihn Beklemmungen. "Wie öfter in solchen Fällen, stellte ich mir vor, ich sei Günter Graß, und da ging''s." (übersieht der rezensent da wirklich die gnadenlose bosheit, die in diesem letzten satz steckt, nebenbei die perfekte untermalung zu stuckrad-barres artikel - man stelle sich vor, man sei ein belangloses, von sich unendlich eingenommens nichts, schon sind alle beklemmungen verschwunden?)

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Die acht Jahre, die ich als Gefangener verbringen mußte, haben mich nachhaltig geschädigt. Das erzwungene Zölibat habe ich nie verwunden, sexuell bin ich ein kaputter Typ.

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karasek oder das lob des diebstahls

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ein treuer spiegel-leser

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Tage ohne einen Eintrag kommen mir dumm und leer vor. Immer wieder bin ich verblüfft, wie die Tatsächlichkeiten in der Reflexion ihren fiktiven Charakter freigeben. Erst in der Ausformulierung entstehen die Tatsachen, an denen ich mich orientiere. Ich vervielfache mein Leben durch die täglichen Notate, ja, ich erfülle es.

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Im Januar 1990 plant Kempowski Ausflüge in seine alte, nun wieder erreichbare Heimat, während Grass im Januar darlegt, wie er sich ins Rad der Geschichte zu werfen gedenkt, überzeugt, ohne sein Gemahne werde alles ein schlimmes Ende nehmen, Großdeutschland und Weltuntergang inklusive.

„Will versuchen, in der Frankfurter Rede das angebliche Recht auf deutsche Einheit im Sinne von wieder-vereinigter Staatlichkeit an Auschwitz scheitern zu lassen“, liest Grass nun den Göttingern seine staatsmännischen Größenwahnvorstellungen vom 2. Januar 1990 vor. Niemand im Saal lacht darüber, nein, das ist ernst gemeint und wird ernst genommen. Gelacht wird bei Wörtern wie „Literaturquartett“, „Kotzen“, „Heidepark“ oder „Schirrmacher“.

Bisschen blättern im Kempowski: „An Grass trauen sie sich nicht ran. Der große Rauner faselt von Auschwitz, dass uns die Ermordung der Juden verpflichte, die Teilung aufrechtzuerhalten. (...) Was die Teilung Deutschlands mit Auschwitz zu tun hat, kann einem niemand erklären. Die schreien einen gleich an, wenn man danach fragt.“

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rinus michels

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